Matthäus Wehowski
Matthäus Wehowski

@MattheusWehowsk

10 تغريدة 1 قراءة Aug 09, 2024
Heute vor 25 Jahren: Boris Jelzin ernennt den Chef des Geheimdienstes FSB #Putin zum Ministerpräsidenten #Russland/s. Anstatt wie seine Amtsvorgänger nach kurzer Regierungszeit wieder in der Versenkung zu verschwinden, begründet er ein Machtsystem, das bis heute besteht, Thread/1
Es war der Krieg in Tschetschenien mit dem sich der damals nahezu unbekannte Putin als "starker Mann" inszenierte. Obwohl er noch am 28. September 1999 einen Einmarsch russ. Truppen vehement bestritt, überschritten diese nur zwei Tage später die Grenze. "Wir werden sie/2
[die tschetschenischen Kämpfer] bis aus Scheißhaus verfolgen" - mit diesem vulgären und markigen Spruch wurde Putin berühmt. Jedoch gab es damals noch vom Staat unabhängige Medien, die sich über den "Neugeborenen" Regierungschef lustig machten - etwa die Sendung "Kukly" auf NTW/3
der Putin und seine Förderer in Form von Puppen darstellte und verspottete. Kaum als Präsident im Amt erschwerte er die Finanzierung des Senders und erzwang den Kauf durch den staatlichen Konzern Gasprom: Karikaturen Putins waren von da an Geschichte. Stattdessen formte er ein/4
Öffentliches Bild seiner Person, das bis nach Deutschland hineinwirkte. Innerhalb kürzester Zeit erschienen in Deutschland Propaganda-Literatur, die Putin als Hoffnungsträger Russlands darstellte. Etwa das Buch seines engen Bekannten Wolfgang Seiffert ("W. Putin: Wiedergeburt/5
einer Weltmacht?) uvm., die Putins Image in Deutschland prägten. Auch dank des "Krieges gegen den Terror" ab 2001 ließ die Kritik gegenüber Putins Vorgehen in Tschetschenien nach. Daher kein Wunder, dass Putin ausgerechnet George W. Bush bis heute in den höchsten Tönen lobt/6
Putin ist auf dem Weg zur längsten Herrschaftszeit in Russland - noch vor Stalin und Katharina der Großen. Seine Propaganda hat es in 25 Jahren geschafft seine Person mit dem russischen Staat gleichzusetzen - wobei jede Kritik an ihm gleichzeitig als Kritik an Russland selbst/7
gilt. Der Untergang seines Machtsystems wird mit dem Untergang russischer Staatlichkeit und Geschichte gleichgesetzt. Über ein Viertel Jahrhundert hat man im Westen die Herrschaft Putins in einer Mischung aus Profitgier (günstige fossile Energie) und "Russenkitsch" (K. Schlögel/8
rechtfertigt und letztendlich stabilisiert. Ohne Unterstützung von außen war und ist Putins Machterhalt und der daraus folgende Krieg nicht möglich/Ende

جاري تحميل الاقتراحات...