Spaß mit ChatGPT.
Eine Freundin füttert ChatGPT mit der Inhaltsangabe eines Buchs, das sie seit Jahren sucht.
ChatGPT weiß Bescheid: Das sei »Oje, ein Zaubernieseln« von Anke de Vries und Annemarie van Haeringen. Im Original heiße das Buch »Een geheimzinnig kruis« (1987). (1/15)
Eine Freundin füttert ChatGPT mit der Inhaltsangabe eines Buchs, das sie seit Jahren sucht.
ChatGPT weiß Bescheid: Das sei »Oje, ein Zaubernieseln« von Anke de Vries und Annemarie van Haeringen. Im Original heiße das Buch »Een geheimzinnig kruis« (1987). (1/15)
Google wiederum findet zu diesem Buch nichts.
Kein Wunder: Auf Nachfrage gibt ChatGPT kleinlaut zu, das Buch »fälschlicherweise als existierend identifiziert« zu haben.
Wupsi! Aber na ja, wem ist sowas noch nicht passiert?
(2/15)
Kein Wunder: Auf Nachfrage gibt ChatGPT kleinlaut zu, das Buch »fälschlicherweise als existierend identifiziert« zu haben.
Wupsi! Aber na ja, wem ist sowas noch nicht passiert?
(2/15)
Wo wir schon dabei sind, erfinde ich kurzerhand ein Vergleichswerk mit dem Nonsense-Titel »Poppi der Pimpf« – verfasst 1952 vom ebenfalls fiktiven Teobert May.
Wird ChatGPT mir jetzt widersprechen?
(5/15)
Wird ChatGPT mir jetzt widersprechen?
(5/15)
Tatsächlich gibt ChatGPT zu, das Essay nicht gelesen zu haben (wie auch).
Dafür bekomme ich aber eine gründliche vergleichende Analyse der zwei nicht existierenden Werke und wie sie jeweils mit magischen Elementen umgehen. (Zu lang für einen Screenshot.)
(8/15)
Dafür bekomme ich aber eine gründliche vergleichende Analyse der zwei nicht existierenden Werke und wie sie jeweils mit magischen Elementen umgehen. (Zu lang für einen Screenshot.)
(8/15)
Als Nächstes frage ich ChatGPT, wie es zu der These steht, dass Teobert May in »Poppi der Pimpf« auch autobiografische Elemente verwendet hat.
Da ist sich ChatGPT nicht sicher, bietet mir aber direkt ein paar Details zu Teoberts Lebensweg an ...
(9/15)
Da ist sich ChatGPT nicht sicher, bietet mir aber direkt ein paar Details zu Teoberts Lebensweg an ...
(9/15)
Jetzt ist eh schon alles egal.
Ich behaupte, dass 2017 Teobert Mays Tagebücher veröffentlicht wurden unter dem Titel »Wir haben noch Regenbogen zu Hause«. Und dass er darin seine Zeit in der Hitlerjugend als direkte Inspiration für »Poppi der Pimpf« genannt hat.
(11/15)
Ich behaupte, dass 2017 Teobert Mays Tagebücher veröffentlicht wurden unter dem Titel »Wir haben noch Regenbogen zu Hause«. Und dass er darin seine Zeit in der Hitlerjugend als direkte Inspiration für »Poppi der Pimpf« genannt hat.
(11/15)
Schön ist, dass ChatGPT dem nicht-existenten Teobert May neben dem von mir bereitgestellten Titel »Poppi der Pimpf« noch das tatsächlich existierende »Nirgendwo ist Poenichen« zuschreibt (das in Wahrheit von Christine Brückner geschrieben wurde und 1977 erschien).
(13/15)
(13/15)
Und um aus diesem düsteren Rabbit Hole wieder rauszukommen, kehre ich zurück zu »Oje, ein Zaubernieseln«: Wie sehr weicht die Verfilmung von der Buchvorlage ab?
(14/15)
(14/15)
Nachtrag, weil das auch noch so schön absurd war: Als ich nach einem weiteren Detail zu Teobert May frage, verweist ChatGPT in seiner Antwort stolz auf dessen posthum veröffentlichte Tagebücher – deren Existenz ich erst Minuten zuvor behauptet habe.
(16/15)
(16/15)
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